„Isch hätt da gernemal e Problem.“
Welcher Radiomoderator steht grundsätzlich mit Batschkappe (hessische Schirmmütze) im Studio, hat eine Ehefrau namens Gerda und einen Sohn namens Rüdiger, und darf sich im Prinzip alles erlauben? Robert Treutel heißt der Radiomann.
1994 erfand Treutel für den hessischen Radiosender FFH die Comedy-Figur Bodo Bach und telefonierte - nur so aus Spass - mit dem Hilton Hotel in Tokio. Bach versuchte mit den genervten Angestellten japanisch zu sprechen und die Hörer waren begeistert. So sehr, dass Bodo Bach zu einer festen Größe im Radio wurde und später seinen Telefonscherze auch im Fernsehen und auf Deutschlands Bühnen vorführen durfte.
Sein Schlachtruf ist seitdem: „Isch hätt da gernemal e Problem.“ Bodo Bach alias Treutel startete seine Karriere bereits in den 80’er Jahren, eher unkonventionell, beim Hessischen Rundfunk, als Kabelhilfe, Fahrer und Aufnahmeleiterassistent. Treutel kopiert Drehpläne, sperrt Straßen ab und kocht Kaffee für Heinz Schenk, Hans Joachim Kulenkampff, Max Schautzer und studiert nebenbei noch Jura.
Sein Jurastudium kann er nach neun Semestern erfolgreich abbrechen, was wohl damit zu tun hat, dass er seine eigentliche Berufung bereits gefunden hatte. Jetzt musste Bodo Bach nur noch entdeckt werden.
Dabei hilfreich war der damalige WDR Hörfunk Redakteur und spätere ZDF Unterhaltungschef Wolfgang Neumann, der Robert Treutel die Urlaubsvertretung für die WDR Hitparade „Schlagerrallye“ anbot. Robert spielte vor lauter Aufregung alle Platten sogar inklusive Rückseiten - und stellte für zwei Stunden die Atmung ein.
Bis Ende der 90’er Jahre ist Robert Treutel erfolgreicher WDR Radiomoderator und liefert als Bodo
Bach eine Attacke auf die Lachmuskeln nach der anderen.
1996 erscheint Bodo Bach erstmals auf CD: „Au! Weia“. Fünf weitere Alben folgten, die es mit über 550.000 verkauften Exemplaren alle in die deutschen Album-Charts schafften.
Sogar eine Nominierung für den deutschen Schallplattenpreis „ECHO“ konnte Bodo Bach einstecken. Seine erste eigene Telefon-TV-Show „Bodo Bach – Bei Anruf Lachen“, folgte 2001 auf Sat.1.
Seitdem folgten Auftritte rund um die Welt in Deutschland: BR „Otti‘s Schlachthof“, WDR „Mitternachtsspitzen“, Sat.1 „Wochenshow“, Sat.1 „Harald Schmidt Show“, ARD und ZDF Comedy Galas, NDR „Talk Show“ / „Herman & Tietjen“ und viele mehr. Sogar das ZDF mit „Wetten dass …?“ zeigte Interesse und Bodo wurde für seinen furiosen Auftritt gefeiert.
Heute kann sich Bodo Bach zahlreiche eigene CD´s und auch DVD-´s ins Regal stellen. Seine aktuelle DVD-Veröffentlichung heißt, wer hätte das gedacht: „Ich hätt´ da gern mal ein Problem“. Und wer Bodo Bach einmal live telefonieren sehen möchte kann sich sein Bühnenprogramm „Vier-Tel nach Bach“ anschauen. Das Publikum liebt es - sogar - wenn einfach nur aufgelegt wird.
Seit 2006 hat Bodo Bach eine eigene Rubrik „Ein Tag mit Bodo Bach“ in Frank Elstners, „Verstehen Sie Spaß?“ und ist mit seiner typischen Batschkappe gekleidet in zahlreichen TV-Shows Dauergast. Ob bei „Genial daneben“ (Sat.1), „Straßenstars“ (HR /
WDR), „Quatsch Comedy Club“ (Pro7) oder „Beckmann“ (ARD), Bodo Bach sorgt ständig für sympathische Lacher und wird wohl deshalb auch so häufig eingeladen.
‚Strich drunner‘: Bodo Bach ist eher der Mann fürs Kleine, der sich aber auch den großen Themen widmet, indem er sie auf sein Niveau herunter schwadroniert.
Auch wenn sein Spaß schon mal auf Kosten anderer geht, Bodo Bach wird nie gemein und zielt auch nicht unter die Gürtellinie. Dafür ist Bodo Bach unverfroren, spontan und frech, und kommt am Ende immer auf den Punkt.
„Sie mache alle ein sehr korpulente Eindruck. Ich bedank mich für die Müh‘, die ich ihne
gemacht hab, wünsch noch einen schöne Lebensabend und ich verabscheu mich.“
Quelle: http://www.hb-management.info/ | fotografie sonja gutschera
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